Büroplanung · IT-Asset-Management

CMDB und Asset-Management: der Unterschied

Eine CMDB beschreibt, wie Dienste technisch zusammenhängen. Ein Asset-Inventar beschreibt, was ein Gerät gekostet hat, wem es zugeordnet ist und wo es steht. Diese Seite zeigt, wo sich beide treffen und in welcher Reihenfolge sie sich lohnen.

Drei Spalten. Nur im Asset-Inventar stehen Monitore, Dockingstationen, Zubehör, Geräte im Lager, ausgesonderte Geräte sowie Lizenzen und Verträge. In beiden Beständen stehen physische Server, Speichersysteme, Switches, Firewalls und je nach Zuschnitt Notebooks. Nur in der CMDB stehen IT-Dienste, Anwendungen, virtuelle Maschinen, Datenbankinstanzen und Cloud-Ressourcen. Darunter stehen die gemeinsamen Kennungen Seriennummer, Inventarnummer und Hostname in der Reihenfolge des Abgleichs.
Abbildung 1: Die Schnittmenge beider Bestände besteht aus Geräten mit Wert und Dienstbezug. Verbunden werden sie über drei Kennungen, von denen der Hostname die schwächste ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine CMDB speichert Configuration Items und ihre Beziehungen. Sie beantwortet, welche Dienste von einer Komponente abhängen und was eine Änderung berührt.
  • Ein Asset-Inventar führt Geräte, Lizenzen und Verträge über ihren kaufmännischen Lebenslauf, mit Wert, Verantwortlichen, Standort und Nachweisen.
  • Beide Bestände überschneiden sich nur bei Geräten, die einen Wert haben und einen Dienst stützen, etwa bei Servern und Netzwerkkomponenten. Monitore, Zubehör und Lagergeräte gehören ins Inventar, Anwendungen und virtuelle Maschinen in die CMDB.
  • Verbunden werden die Bestände über gemeinsame Kennungen, in dieser Reihenfolge: Seriennummer, Inventarnummer, Hostname. Ein Abgleich über Gerätenamen allein erzeugt Dubletten.
  • Eine CMDB lohnt sich, wenn ein Änderungsverfahren eingeführt ist, viele Dienste auf gemeinsamer Infrastruktur laufen und sich die Umgebung laufend ändert.
  • Für Finanzunternehmen verlangt DORA seit dem 17. Januar 2025, die Konfiguration der IKT-Assets und die Abhängigkeiten zwischen ihnen zu erfassen.
  • Ein Unternehmen mit 150 Beschäftigten braucht zuerst ein vollständiges Asset-Inventar und danach eine Liste seiner kritischen Dienste mit ihren Abhängigkeiten. Die CMDB folgt erst, wenn einer von drei Auslösern eintritt.
Definition

Was eine CMDB ist

Die Grundlagen des IT-Asset-Managements stellen ITAM, Inventarisierung und CMDB in einer Tabelle nebeneinander. Diese Seite geht einen Schritt weiter und betrachtet die beiden Bestände selbst: was hineingehört, wo sie sich treffen und wie Daten zwischen ihnen fließen.

Die Configuration Management Database gehört zur Konfigurationsverwaltung, die ITIL 4 als eigene Praxis unter dem Namen Service Configuration Management beschreibt. Ihr Zweck ist, dass verlässliche Angaben über die Konfiguration der Dienste und der Bausteine, die sie stützen, dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden. Dazu gehören ausdrücklich die Beziehungen zwischen den Bausteinen. Die Anfang 2026 vorgestellte Version 5 von ITIL führt diese Praxis weiter.

Ein solcher Baustein heißt Configuration Item. ITIL versteht darunter jeden Bestandteil, der gesteuert werden muss, damit ein IT-Dienst erbracht werden kann, etwa einen Server, eine Anwendung, eine virtuelle Maschine oder den Vertrag mit einem Anbieter. Kurze Definitionen aller Begriffe stehen im ITAM-Glossar.

Den Wert einer CMDB machen die Beziehungen aus. Eine Liste von Servern ohne Beziehungen beantwortet nur Fragen, die auch ein Inventar beantwortet. Vier Arten von Beziehungen decken in kleinen und mittleren Umgebungen die meisten Fälle ab.

Die Namen sind Beispiele. Jede Beziehung verbindet zwei Configuration Items und hat eine Richtung.
BeziehungBeispielFrage im Störungsfall
läuft aufWarenwirtschaft läuft auf VM-07Welche Anwendungen stehen, wenn VM-07 ausfällt?
hängt ab vonWebshop hängt ab von Datenbank DB-02Was ist betroffen, wenn DB-02 gewartet wird?
ist verbunden mitServer SRV-03 ist verbunden mit Switch SW-11Welche Dienste berührt ein Tausch von SW-11?
wird bereitgestellt vonE-Mail wird bereitgestellt von einem Cloud-AnbieterWer wird bei einer Störung angerufen?

Die Norm ISO/IEC 20000-1 für Servicemanagementsysteme trennt beide Aufgaben ebenfalls. In der Ausgabe 2018 stehen Asset-Management und Konfigurationsmanagement als eigene Abschnitte 8.2.5 und 8.2.6 nebeneinander.

Gegenstück

Was ein Asset-Inventar ist

Das Gegenstück ist die Praxis IT Asset Management. ITIL beschreibt ihren Zweck als Planung und Steuerung des gesamten Lebenslaufs aller IT-Assets, damit ein Haus den Wert ausschöpft, Kosten und Risiken beherrscht und über Kauf, Weiterverwendung und Aussonderung begründet entscheidet. Ein Asset ist dabei ein Bestandteil mit finanziellem Wert.

Das Asset-Inventar ist der Bestand, mit dem diese Praxis arbeitet. Es führt je Gerät Inventarnummer, Seriennummer, Kategorie, Modell, Kaufdatum, Preis, Vertrag, Status, Person und Standort, dazu die Vorgänge Ausgabe, Rücknahme, Inventur und Aussonderung. Welche sieben Felder davon Pflicht sind, begründet die IT-Inventarverwaltung.

Das Inventar enthält viele Objekte, die in keiner CMDB auftauchen, etwa Geräte im Lager, Zubehör, ausgesonderte Geräte mit ihren Nachweisen und Lizenzen ohne technische Beziehung. Der IT-Grundschutz des BSI sieht in der Anforderung OPS.1.1.1.A6 vor, dass die Übersicht auch Test-Instanzen, Reservegeräte und nicht mehr genutzte Assets erfasst. Den ersten Datensatz legt das Inventar beim Wareneingang an, lange bevor ein Gerät in Betrieb geht, wie Vom Wareneingang bis zum Rollout zeigt.

Überschneidung

Wo sich beide Bestände treffen

Die Schnittmenge umfasst Geräte, die einen Wert haben und zugleich einen Dienst stützen. Die Tabelle ordnet typische Objekte zu.

Einordnung nach den Definitionen von ITIL 4. Weicht der Zuschnitt im eigenen Haus ab, gehört die Begründung dokumentiert.
ObjektAssetConfiguration ItemBegründung
Physischer ServerjajaEr hat einen Kaufpreis und stützt Dienste.
Switch oder FirewalljajaBeide haben einen Wert und verbinden Dienste.
Notebookjaje nach ZuschnittEin CI lohnt sich, wenn der Servicedesk Störungen am Gerät führt.
Monitor oder DockingstationjaneinAn ihnen hängt kein Dienst.
SoftwarelizenzjaseltenDie Lizenz ist ein Wert. Die installierte Anwendung ist das CI.
Virtuelle MaschineneinjaSie hat keinen eigenen Kaufpreis und stützt Dienste.
GeschäftsdienstneinjaEr ist das Ziel der Abhängigkeitskette.
Cloud-AbonnementjajaDer Vertrag ist ein Asset, der bereitgestellte Dienst ein CI.

Drei Kennungen verbinden die Bestände

Für jedes Objekt der Schnittmenge brauchen beide Bestände dieselbe Kennung. Fehlt sie, entsteht beim ersten Abgleich eine Dublette, und zwei Datensätze beschreiben dasselbe Gerät mit verschiedenen Angaben.

  1. Seriennummer. Sie stammt vom Hersteller und bleibt gleich, solange das Gerät dasselbe bleibt. Sie ist deshalb der erste Schlüssel des Abgleichs.
  2. Inventarnummer. Sie vergibt das eigene Haus beim Wareneingang. Sie dient als zweiter Schlüssel, wenn eine Seriennummer fehlt oder falsch ausgelesen wurde.
  3. Hostname. Er ändert sich bei einer Neuinstallation und bei jeder Umbenennung. Er dient deshalb nur als Hinweis und wird allein nie als Schlüssel verwendet.

Zusätzlich hilft ein Feld für die Kennung des jeweils anderen Systems. Warum eine externe Kennung am Datensatz eine Umbenennung übersteht, erklären die Schnittstellen im IT-Asset-Management.

Datenfluss

Wie Daten zwischen beiden fließen

Eine Tabelle mit fünf Ereignissen von links nach rechts: Wareneingang, Inbetriebnahme, Änderung, Discovery-Lauf und Aussonderung. Darunter drei Bahnen für Asset-Inventar, CMDB und Discovery mit der Angabe, was jede Bahn bei jedem Ereignis tut. Pfeile zeigen, dass die CMDB bei Inbetriebnahme und Aussonderung Angaben aus dem Inventar übernimmt, dass die Discovery technische Angaben an die CMDB liefert und dass unbekannte Geräte als Klärfall an das Inventar gehen.
Abbildung 2: Das Inventar legt den Datensatz vor der CMDB an und schließt ihn nach ihr. Dazwischen liefert die Discovery die technischen Angaben.

Jede Anbindung braucht eine Regel: Jedes Feld hat genau ein führendes System, und Angaben fließen nur in eine Richtung. Kaufmännische Angaben entstehen im Inventar und gehen an die CMDB, darunter Eigentümer, Kostenstelle, Standort, Vertrag und das Ende der Garantie.

Technische Angaben entstehen in der Discovery oder in einer Geräteverwaltung und gehen ebenfalls an die CMDB, darunter Hostname, Betriebssystem, installierte Software und erkannte Verbindungen. Wie solche Daten in ein Inventar gelangen, beschreibt Geräte aus Intune, Jamf oder einem Netzwerkscan übernehmen.

Zwei Ereignisse verdienen eine feste Regel. Findet die Discovery ein Gerät ohne Inventardatensatz, entsteht ein Klärfall, und das Asset legt der Wareneingang an, sobald Beleg und Preis vorliegen. Bei der Aussonderung setzt das Inventar den Status mit Löschnachweis und Verwertungsnachweis, und die CMDB legt das CI still und behält seine Historie. Welche Nachweise dazugehören, steht unter Geräte aussondern.

Entscheidung

Wann sich eine CMDB lohnt

Drei Größen entscheiden, ob sich der Aufwand einer CMDB auszahlt: die Reife des Servicemanagements, die Zahl der Dienste auf gemeinsamer Infrastruktur und die Änderungsrate. Eine vierte Größe kommt von außen, wenn eine Aufsicht oder ein Prüfer die Abbildung von Abhängigkeiten verlangt.

Einschätzung nach Kategorien, Stand September 2026. Die Grenzen sind Erfahrungswerte und stammen aus keiner Norm.
KriteriumEine Liste der Dienste genügtEine CMDB lohnt sich
Reife des ServicemanagementsStörungen laufen über ein Ticketsystem ohne festes Änderungsverfahren.Änderungen laufen über ein Verfahren mit Freigabe und Kalender.
GrößeEs gibt bis etwa 20 Dienste mit überschaubaren Abhängigkeiten.Viele Dienste teilen sich Server, Speicher und Netz.
ÄnderungsrateIm Monat fallen wenige technische Änderungen an.Server und Verbindungen ändern sich täglich oder automatisiert.
RegulierungKein Regelwerk verlangt eine Abbildung der Abhängigkeiten.DORA oder ein Prüfer verlangt die Abbildung.

Für Finanzunternehmen ist die Frage zum Teil beantwortet. Artikel 8 Absatz 4 der Verordnung (EU) 2022/2554, kurz DORA, verlangt, alle Informations- und IKT-Assets zu ermitteln, die kritischen zu erfassen und ihre Konfiguration sowie die Verbindungen und Abhängigkeiten zwischen ihnen festzuhalten. Nach Absatz 6 sind diese Inventare regelmäßig und bei jeder wesentlichen Änderung zu aktualisieren. Die Verordnung gilt seit dem 17. Januar 2025.

Wer nach IT-Grundschutz arbeitet, dokumentiert ohnehin, welche Geschäftsprozesse von welchen Anwendungen abhängen, wie es der BSI-Standard 200-2 im Abschnitt 8.1.2 verlangt. Gleichartige Clients fasst derselbe Standard im Abschnitt 8.1.1 zu Gruppen zusammen. Diese Tabelle der Abhängigkeiten ist der kleinste sinnvolle Vorläufer einer CMDB und kommt ohne Datenbank aus. Welche Bestandsangaben die NIS-2-Regeln voraussetzen, behandelt NIS2 und das Asset-Management.

Was in der Praxis schiefgeht

Warum viele CMDB-Projekte veralten

Eine CMDB veraltet selten auf einen Schlag. Sie verliert Monat für Monat an Genauigkeit, bis niemand mehr ihren Angaben traut. Sechs Muster wiederholen sich dabei, und alle liegen in der Organisation.

  • Der Zuschnitt ist zu breit. Wer jeden Monitor als CI anlegt, pflegt Tausende Einträge ohne Beziehung. Die wichtigen Abhängigkeiten gehen darin unter.
  • Niemand ist für eine CI-Klasse zuständig. Ohne benannte Person je Klasse, etwa für Netz, Server oder Anwendungen, veralten die Einträge, sobald die Person wechselt, die sie angelegt hat.
  • Änderungen laufen am Bestand vorbei. Lässt sich eine Änderung abschließen, bevor die betroffenen CIs aktualisiert sind, stimmt die CMDB nach wenigen Monaten nicht mehr.
  • Die Discovery schreibt ohne Abgleichsregeln. Jeder Scan legt dann neue Einträge an, sobald sich ein Hostname ändert, und die Zahl der Dubletten wächst.
  • Die Datenqualität wird nicht gemessen. Drei Kennzahlen genügen: der Anteil der CIs mit verantwortlicher Person, der Anteil der im letzten Quartal bestätigten Beziehungen und die Zahl der Dubletten.
  • Die CMDB soll das Inventar ersetzen. Dann fehlen ihr Preis, Vertrag, Lager und Aussonderung, und das Inventar entsteht nebenher in einer Tabelle neu.

Allen sechs Mustern ist gemeinsam, dass die Pflege als Projekt geplant wurde. Aktuell bleibt eine CMDB, wenn Änderungs- und Störungsprozesse sie laufend fortschreiben.

Praxisbeispiel

150 Beschäftigte: was zuerst kommt und was später

Angenommen ist ein Unternehmen mit 150 Beschäftigten an einem Standort, von denen ein Teil regelmäßig im Homeoffice arbeitet. Im Bestand stehen 165 Notebooks, 160 Monitore, 120 Dockingstationen, 4 physische Server mit 10 virtuellen Maschinen, 22 Netzwerkkomponenten und 11 Fachanwendungen. Die IT besteht aus drei Personen. Ein Ticketsystem ist vorhanden, ein festes Änderungsverfahren gibt es noch nicht.

Die Zahlen sind Annahmen für dieses Beispiel. Die Stunden für Stufe 1 umfassen Wareneingang, Ausgaben und Rücknahmen.
StufeZeitraumWas entstehtUmfangPflege je Monat
1 Asset-InventarMonat 1 bis 3Geräte, Lizenzen und Verträge bekommen Inventarnummer, Seriennummer, Person und Standort.471 Geräteetwa 4 Stunden
2 Liste der kritischen DiensteMonat 4 bis 6Eine Tabelle zeigt jeden kritischen Dienst mit seinen Abhängigkeiten.42 Einträge und 48 Beziehungenetwa 1,5 Stunden
3 CMDB mit Discoveryfrühestens ab Monat 12Server, Netz und Dienste werden automatisch abgeglichen.rund 60 CIshängt vom Änderungsverfahren ab
Umfang und Pflege der Liste kritischer Dienste
Beziehungen = kritische Dienste × Komponenten je Dienst

Angenommen sind 8 kritische Dienste mit durchschnittlich 6 Komponenten, nämlich der Anwendung, einer Datenbank, zwei virtuellen Maschinen, einem Netzsegment und einem externen Anbieter. Weil sich mehrere Dienste Server und Netz teilen, kommen die 48 Beziehungen mit 42 Einträgen aus: 8 Dienste, 9 Anwendungen, 3 Datenbanken, 10 virtuelle Maschinen, 4 Server, 5 zentrale Netzkomponenten und 3 externe Anbieter.

Für die Pflege sind 5 technische Änderungen im Monat angenommen, die je 2 Beziehungen berühren und je 5 Minuten kosten. Dazu kommt eine Durchsicht von 2 Stunden je Quartal, also 40 Minuten im Monat.

8 × 6 = 48 Beziehungen und 10 × 5 + 40 = 90 Minuten Pflege im Monat

Eine CMDB, die zusätzlich jedes Notebook, jeden Monitor und jede Dockingstation als CI führt, käme zum Vergleich auf 445 weitere Einträge. Sie hätte damit mehr als elfmal so viele Einträge wie die Liste aus Stufe 2, und die zusätzlichen Einträge hätten kaum Beziehungen. Jede Ausgabe und Rücknahme müsste außerdem in zwei Systemen gepflegt werden.

Stufe 3 lohnt sich in diesem Haus erst, wenn einer von drei Auslösern eintritt. Das Unternehmen führt ein Änderungsverfahren mit Freigabe ein, die Zahl der Dienste auf gemeinsamer Infrastruktur wächst deutlich, oder ein Kunde oder Prüfer verlangt die Abbildung der Abhängigkeiten. Bis dahin genügen für Stufe 2 eine gepflegte Tabelle und für Stufe 1 ein Inventar, das bewusst ohne CMDB auskommt und den Standort jedes Geräts als Referenz auf den Grundriss führt.

FAQ

Häufige Fragen

Braucht man für ITIL eine CMDB?

ITIL beschreibt die Konfigurationsverwaltung als Praxis und schreibt kein bestimmtes Werkzeug vor. Entscheidend ist, dass verlässliche Angaben zu Diensten, Bausteinen und Beziehungen dort vorliegen, wo sie gebraucht werden. In kleinen Umgebungen erfüllt eine gepflegte Liste der Dienste mit ihren Abhängigkeiten diesen Zweck.

Kann eine CMDB das Asset-Inventar ersetzen?

In der Regel entsteht dabei eine Lücke. Einer CMDB fehlen meist Preis, Vertrag, Lagerbestand, Ausgabeprotokolle und Aussonderungsnachweise, weil sie für Dienste und Beziehungen gebaut ist. Umgekehrt ersetzt ein Inventar die CMDB nur, solange wenige Dienste voneinander abhängen.

Welche Kennung verbindet CMDB und Inventar?

Am zuverlässigsten verbindet die Seriennummer beide Bestände, weil sie vom Hersteller stammt und sich nur mit dem Gerät ändert. Die Inventarnummer ist der zweite Schlüssel. Hostnamen ändern sich bei Neuinstallation und Umbenennung und dienen deshalb nur als Hinweis.

Was ist der Unterschied zwischen CMDB und Discovery?

Discovery erkennt Geräte und Software automatisch im Netz. Die CMDB speichert, was davon als Configuration Item gesteuert wird, samt Beziehungen und Verantwortlichen. Die Discovery ist damit eine Datenquelle der CMDB, und ohne Abgleichsregeln erzeugt sie dort Dubletten.

Wovon hängt der Pflegeaufwand einer CMDB ab?

Der Aufwand hängt an der Zahl der Beziehungen und der Änderungen, weniger an der Zahl der Einträge. Im Praxisbeispiel kommen 48 Beziehungen bei 5 Änderungen im Monat auf rund 90 Minuten Pflege. Eine CMDB mit allen Endgeräten vervielfacht die Einträge, und für die Störungsanalyse bringen diese zusätzlichen Einträge wenig.

Quellen und Regelwerke